Jeder mit ein bisschen Ahnung vom eMail-Verkehr weiß, das eMail die Vertraulichkeit einer Postkarte hat - heißt, jeder der sie in die Hand bekommt, kann sie lesen ohne das es der Empfänger oder Sender weiß. Auch die Information, wer eine eMail abgesendet hat, ist mit Post vergleichbar: Da kann man alles als Absender draufschreiben.
Daher ist es anzustreben, eMails mittels PGP oder Gnu-PG zu signieren und nach Möglichkeit auch zu verschlüsseln - besonders, wenn sensible Daten versendet werden. Nun hat die Foundation vor einigen Monaten beschloßen, das alle Leute, die Zugang zu vertraulichen Daten haben, sich gegenüber der Foundation identifizieren müssen. Ein einigermaßen verständlicher Schritt (auch wenn der Verdacht aufkommt, die Aktion diene dazu im Zweifelsfall einen Sündenbock vorweisen zu können). Gleich nach der Verkündung des Beschlusses gab es eine kleine Diskusion darüber, wie denn die Daten sicher zu der Foundation gelangen können; die Betroffenen fragten nach GPG. Damals gab es wohl ein kleineres Missverständnis , ob Cary - der sich darum kümmern soll - weiß, was GPG ist. Einige Leute verstanden ihn so, das er dies nicht wisse, er selbst behauptet er wisse es.
Nun kam heute eine eMail an, in der er mich bat, meinen Pass der Foundation zuzustellen. Diese eMail war weder signiert, noch nannte er einen PGP-Schlüssel, mit dem ich den Pass verschlüsseln sollte. Er verlangte also - im übertragenen Sinne - das ich meinen Pass auf eine Postkarte kleben sollte und diese quer über den Atlantik schicken sollte - weil irgendjemand mir eine Postkarte zusandt hatte, auf der das steht. Ich antwortet ihm, das ich das so nicht machen werde und das er seine eMails signieren soll und mir einen Schlüssel zum Verschlüsseln zugehen lassen soll.
Eben erhielt sich die Antwort: “I don’t know how to gpg or pgg-sign an email, and the devs don’t seem to deem it necessary.“. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich da machen soll.